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Blogs • 15.03.2021

Smart City-Konzept ermöglicht intelligente Entscheidungen

Was ist eine Smart City? Wie unterscheidet sie sich von anderen Städten hinsichtlich der Planung bzw. aus Sicht der Menschen, die in ihr leben? Was bieten “smart gebaute” oder “smart gesteuerte” Städte in Sachen Nachhaltigkeit? Ist “smart” gleichzusetzen mit umweltfreundlich oder ist das Thema Nachhaltigkeit wichtiger, als die absolute “Smartness” einer Stadt?

Smart Cities unterscheiden sich von “normalen” Städten dadurch, dass sie vorausschauend agieren können, sowie in manchen Fällen durch die Verfügbarkeit einer proaktiven Diensteplattform. Sie bieten ihren Bewohnern Lebensqualität und -zufriedenheit. Wenn Bewohner einer Smart City ein Problem melden (zum Beispiel mit Kindertagesstätten, Schulen, Straßen, der Sicherheit, usw.), wird von der Stadt erwartet, dass sie reagiert und sich darum kümmert. Angesichts der vielfältigen Anforderungen müssen Städte ihre Bemühungen jedoch priorisieren und Probleme möglichst schon erkannt haben, bevor sie von den Bewohnern aufgezeigt werden.

Szenario: Die von uns favorisierte Kindertagesstätte in der Nähe unseres Wohnortes ist ausgebucht. Die Stadt bietet jedoch eine Alternative in der Nähe meines Arbeitsplatzes an. Es werden ausführliche Informationen darüber, wie ich meine Kinder dorthin bringen kann zur Verfügung gestellt – die günstigste Variante ist die per Bus und mit einer Monatskarte. Eine weitere günstige und umweltfreundliche Alternative ist das Fahrrad mit Kindersitz oder -anhänger. Alle oben genannten Informationen habe ich über meine CityApp erhalten. Wir mussten noch nicht einmal einen Platz beantragen, wir haben der Stadt nur unsere MyData Informationen zur Verfügung gestellt und dann diese personalisierten Dienste erhalten.”

In diesem Szenario müssen zwei Themen betrachtet werden:

1) Datenerhebung und -nutzung
Die Stadt muss Daten erheben, nutzen und sie als Service für verschiedene Apps und Lösungen anbieten können. Zuvor muss sie jedoch wissen, welche Daten benötigt werden, welche vorhanden sind, was generiert werden muss – und wie diese Daten genutzt werden können, um den Bürgern die entsprechenden Leistungen überhaupt anbieten zu können.

2) Nutzerzustimmung
Um einen personalisierten Service nutzen zu können, müssen Anwender persönliche Daten preisgeben. Mittels MyData können personenbezogene Informationen auf kontrollierte Weise weitergegeben werden. Die Kombination von personenbezogenen Daten mit breiteren, anonymisierten Datensätzen ist ein effizienter Weg, um zielgerichtete Dienste für Einzelpersonen anbieten zu können. Die Datenverarbeiter, das heißt die Städte, müssen sich der Bedeutung des Themas Datensicherheit bewusst sein und Missbrauch verhindern. Da Bevölkerungszahlen und -dichte kontinuierlich wachsen und gleichzeitig die Anforderungen eines kohlenstoffneutralen nachhaltigen Wachstums erfüllt werden müssen, stehen Städte zukünftig vor enormen Herausforderungen. Um solche Herausforderungen bewältigen zu können, müssen sie ihre Stadtplanung daher auf belastbare Daten und Wissen basieren und den Bürgern proaktiv nachhaltige Leistungen anbieten. Gemeinsam mit verschiedenen Städten, sowie Regierungsorganisationen arbeitet Gofore an genau solchen Lösungen.

 

Gofore Fallstudie: Kommunikationssystem des Weiterbildungsbereichs der Stadt Helsinki

Die Stadt Helsinki hat ein Projekt aufgesetzt, das die Kommunikation zwischen Behörden und Familien, die Kinder in einer Kindertagesstätte oder Schule haben, verbessern soll und in dessen Rahmen sich städtische Leistungen, die Daten und KI nutzen, abbilden lassen. In diesem Zusammenhang werden Dienste proaktiv entwickelt und die zugehörigen Daten umfassend genutzt. Um einfacher auf zukünftige Anforderungen reagieren zu können, läuft die Entwicklung open-source-basiert. Übergreifendes Ziel der Maßnahme: Familien von der Kita bis in das Gymnasium mit den gleichen Daten und Anwendungen versorgen.

In diesem Projekt zeichnet Gofore für das User Experience Design und die Software-entwicklung des Kommunikationssystems zwischen den Familien und den Behörden verantwortlich.

Gofore Fallstudie: X-road

X-Road ist ein Open-Source Data Exchange-Mechanismus, der einen zuverlässigen und sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Informationssystemen über das Internet ermöglicht. Als hochgradig interoperable und zentral verwaltete Data Exchange-Struktur bietet sie standardisierte Optionen zur Integration verschiedener Arten von Informationssystemen, sowie zur Produktion und Nutzung von Diensten. X-Road ist eine einfache, kosteneffektive, zuverlässige, sichere, breit unterstützte und getestete Lösung, um Smart City Lösungen zu ermöglichen. Die Technologie wird landesweit in der estnischen öffentlichen Verwaltung und im finnischen Suomi.fi Data Exchange Layer Service eingesetzt.

Gofore hat die finnische X-Road-Implementierung und die Integration verschiedene Dienste in das Suomi.fi-Portal verantwortet und deie Entwicklung geht weiter. Darüber hinaus ist Gofore von der öffentlichen Hand beauftragter X-Road Kernentwickler für das Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS).

Szenario: Ein Stadtplaner nutzt Chatbots für die Planung eines neuen Stadtteils. Die KI hinter dem Chatbot sammelt Daten aus der Kommunikation mit den Bürgern und filtert für die Planung unschätzbar wichtige Aspekte heraus. Sobald die Planungsstadien fortschreiten, benachrichtigt der Chatbot einzelne Interessenten oder Menschen, die in den von der Planung betroffenen Gebieten wohnen. Stadtplaner haben somit einen effizienten, fast allwissenden Kollegen, der sie tatkräftig bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Er trifft Vorhersagen zu Planungsbedürfnissen und hilft bei Formulierung und Iteration, und stellt sicher, dass die Detailschärfe der im Rahmen des Bürgerdialogs gesammelten Informationen hoch genug ist.”

Für ihre Bewohner und Besucher sind Städte Service-Organisationen – für ihre Verwaltungsmitarbeiter bieten sie idealerweise ein produktives und lukratives Arbeitsumfeld. Digitale Technologie spielt hierbei eine wegbereitetende Rolle, wobei Dienste und Lösungen auf den Faktor Mensch ausgerichtet sein müssen. Wenn eine Stadt „smart“ ist bedeutet das nicht, dass ihre Bewohner untätig bleiben können; smart sein heißt vielmehr, dass sie ihnen das Leben erleichtert, indem sie einfache Optionen und proaktive, zielgerichtete Vorschläge anbietet.

In Finnland läuft ein Projekt namens “AuroraAI”, ein KI-gestütztes, auf den Bedürfnissen von Menschen und Unternehmen basierendes Funktionsmodell, das die zeitnahe und ethisch nachhaltige Nutzung verschiedene Dienste ermöglichen will. Die Kombination von Diensten aus verschiedenen Quellen unterstützt Lebensereignisse und geschäftsbezogene Ereignisse von Unternehmen indem während des gesamten Prozesses nahtlose, effektive und reibungslos funktionierende Servicepfade aufgebaut werden. Dies bietet Menschen neue Möglichkeiten, sich besser um ihre Bedürfnisse und ihr allgemeines Wohlbefinden kümmern zu können. Gleichzeitig fördert das System die Bildung dynamischer, kundenorientierter Dienstleistungsketten in Zusammenarbeit mit anderen Anbietern und die Verwaltung ihrer Aktivitäten auf der Grundlage aktueller Informationen. Gofore arbeitet im Rahmen des Programms daran, ein solches multidisziplinäres Angebot für sämtliche Bewohner finnischer Städte zu schaffen.

Gofore Fallstudie: Chatbots

Künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass Netflix uns bestimmte Serien oder Filme empfiehlt und Facebook automatisch erkannte Freunde in Fotos markiert. Ein autonomes Fahrzeug könnte ohne maschinelle Lernprozesse nicht fahren. Aber kann künstliche Intelligenz auch normalen Büroangestellten helfen? Ja, das kann sie. Wir haben drei intelligente Chatbots entwickelt, die Menschen dabei unterstützen wichtige Alltagsaufgaben nahezu mühelos zu erledigen.

Bei Seppo, Granny und Gene handelt es sich um textbasierte Konversations-Chatbots, in der von Gofore-Mitarbeitern genutzten Instant-Messaging-Umgebung Slack. Seppo ist unser Veteran unter den Chatbots und wurde im Jahr 2016 entwickelt. Seppo wurde aus einem echten Bedürfnis heraus geboren: Er fordert Gofore-Mitarbeiter aktiv dazu auf, administrative Aufgaben zu erledigen, die niemand gerne macht, die aber enorm wichtig sind, um eine Organisation am Laufen zu halten oder erledigt diese gleich selbst. So fordert Seppo zum Beispiel zur Eingabe nicht gemeldeter Arbeitszeiten auf oder rät einem Mitarbeiter, eine Pause einzulegen, wenn er zu lange ohne Unterbrechung gearbeitet hat. Basierend auf den guten Erfahrungen mit Seppo haben wir weitere Chatbots entwickelt, die uns bei alltäglichen Routineaufgaben unterstützen. Gene, zum Beispiel, macht den komplizierten Ablauf der Buchung von Bahntickets und der Abrechnung von Reisekosten zu einer simplen Konversation. Granny wiederum ist eine entspannte Büroberaterin, die bei allgemeinen Fragen zum Unternehmen konsultiert werden kann.

 

 

Wie kann die Intelligenz von Städten zusätzlich vorangebracht werden? Daran arbeiten wir bei Gofore auch in Zukunft weiter.

Simo Turunen

Simo Turunen

Simo develops building environments and smart cities at Gofore by utilising data and listening to users. Digital transformation continuously shapes real estate, construction business and city planning ways of working. Data offers huge possibilities for better and predictive city construction. Change can be committed in a controlled manner and this is what Simo wants to work forward.

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