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Kunde Raisioaqua

Der digitale Growth Sonar: ein neu entwickelter Wachstumssonar geht auf Bedarf der Fischzüchter ein.

Das Raisioaqua-Projekt startete mit dem Besuch von finnischen Fischfarmen, um die Bedürfnisse der Kunden, also der Fischzüchter zu eruieren. Die Deckung dieses Bedarfs würde den Züchtern klare Vorteile und eine höhere Rentabilität bringen. Wir beobachteten daher den Alltag und die tägliche Arbeit der Fischzüchter in allen Facetten. Außerdem verschafften wir uns einen Einblick in das technische Know-how der Züchter, um den Übergang von den bisherigen Post-its und Excel-Tabellen auf digitale Lösungen möglichst reibungslos zu gestalten. In diesem Zuge stellten wir zudem fest, dass die Praktiken und die Handgriffe bei der Arbeit von Tag zu Tag variieren konnten.

Ein zentrales Anliegen, das in der Nutzerbefragung immer wieder nachdrücklich erwähnt wurde, war die Abschaffung manueller Arbeitsschritte, damit mehr Zeit für die Fütterung der Fische und den geschäftlichen Ausbau des Unternehmens zur Verfügung steht. Die Nutzer wollten von der Papierarbeit, die im Büro und auf den Booten anfällt, gerne nahtlos auf eine digitale Verwaltung der Daten wechseln.. Durch Growth Sonar würden die Daten auf eine schnell zu erfassende Weise dargestellt, sodass den Fischzüchtern mehr Zeit für wichtigere Dinge bliebe – ihr Unternehmen voranzutreiben, die Zucht zu verbessern und so die Erträge zu optimieren.

Der Schlüssel zur Kundenzufriedenheit: ein nutzerorientiertes Entwicklungsprojekt

Wir starteten ein Softwareprojekt auf Grundlage der Bedürfnisse, die aus den Befragungen hervorgegangen waren. Das Ziel war eine erste Version von Growth Sonar – eine nutzerorientierte digitale Lösung, die Fischzucht unterstützt. Während des gesamten Projekts gaben die Züchter immer wieder proaktiv Feedback. Außerdem nutzte eine kleine Gruppe der Nutzer die App in der ersten Zuchtphase. Auf dieser Basis wurden die Designs verfeinert und weiterentwickelt.

“Der Input und die Beteiligung der Kunden haben eine große Rolle in dem Projekt gespielt, besonders in einer Brache, die so schwierig und ungewöhnlich ist und wenig verstanden wird.” -Tomi Kantola, Raisioaqua, Manager

Wenn ein Service auf den Nutzer ausgelegt wird, passt er sich veränderten Kundenbedürfnissen an. Growth Sonar wird daher kontinuierlich weiterentwickelt, neue Möglichkeiten werden erforscht und untersucht.

Vom Kundenbedürfnis zum Mehrwert

Unternehmerisches Denken war von Anfang an fester Bestandteil des Projekts. Zum einen untersuchten wir, wie Raisioaqua seinen Kunden bei der geschäftlichen Entwicklung helfen kann. Zum anderen erkundeten wir, wie Digitalisierung und neue Datenprodukte die Aktivitäten von Raisioaqua verbessern könnten. Ziel war es herauszufinden, wie die Fischzüchter ihr eigenes Geschäft sehen und welche Art von Informationen sie ihren Geschäftsentscheidungen zugrunde legen. Wir verschafften uns auch einen Überblick über die diversen Akteure in der Fischzucht und ihre verschiedenen Rollen in der Wertschöpfungskette.

Durch das Projekt gelang es uns, eine Lösung zu entwickeln, die Fischzüchtern hilft auf Basis von definierten Daten Entscheidungen zu treffen, die in direkten Zusammenhang zum Endergebnis stehen. Die Digitalisierung bietet Raisioiaqua so neue Möglichkeiten, Bedarfsprognosen zu stellen, die Produktion der Futtermittel zu optimieren und die Logstikketten effizienter zu gestalten.

Eine überarbeitete Mobil-App – in nur 20 Tagen bereit für den Kunden

Das Feedback aus der ersten Pilotphase und die neueren Kundenkommentare ergaben, dass die mobile Anwendung noch vor der nächsten Zuchtsaison entwickelt werden musste. Die Änderungen sollten gewährleisten, dass sich der Fokus stärker auf die Nutzerbedürfnisse verlagert und mögliche neue Funktionen vorbereitet werden. Anstatt die App komplett neu zu konzipieren, wollten wir neuere technische Lösungen nutzen, um vorbereitende Grundlagen für Funktionen wie Echtzeitsteuerung und Überwachung von IoT-Geräten (Internet of Things) herzustellen.

Die mobile Anwendung wurde mit Hilfe des React Native-Anwendungsframeworks überarbeitet. Dabei ist es möglich, Android- und iOS-Anwendungen mit demselben Programmiercode zu implementieren. Dies senkt auch die zukünftigen Kosten, da nicht simultan zwei Anwendungen Betreuung erfordern. Die Anpassung dauerte 20 Tage. Danach stand die App rechtzeitig zur Sommersaison 2018 bereit. Das Projekt zeigt, dass sich mobile Projekte nicht in die Länge ziehen müssen, wenn der Bedarf genau definiert wird und die gewählten Technologien optimal passen.

Mehrwert dank IoT-Geräten

Die Entwicklung der IoT-Geräte begann Anfang 2018. Der Growth Sonar konnte sich somit aus der Ferne mit den Futtermaschinen verbinden und die Fütterung steuern. Ein weiteres Ziel lautete, Echtzeitdaten aus den Fischbecken zu sammeln, darunter Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt, die tatsächlichen Futtermengen und Live-Videos aus dem Becken. Diese Informationen sind nicht nur für die Fischzüchter nützlich, sondern auch für die Experten von Raisioaqua. Auf Basis dieser Daten lassen sich beispielsweise Fütterungsempfehlungen entwickeln.

Gofore kooperierte für das IoT-Projekt mit zwei weiteren Betreibern: ProtoRhino und Siemens. ProtoRhino entwarf und implementierte die IoT-Geräte, während Siemens die MindSphere IoT-Plattform für die Kommunikation zwischen dem Growth Sonar und den IoT-Geräten bereitstellte. Gofore richtete die Kommunikation zwischen dem Growth Sonar und den IoT-Geräten und die Schnittstelle zur Steuerung und Überwachung ein. Gofore übernahm ebenfalls die Projektleitung und war Hauptansprechpartner des Kunden.

Benutzerorientierung bestimmt die Geräteentwicklung

Bei diesem IoT-Projekt war ab dem ersten Tag klar, dass das Gerätedesign so anwenderbasiert sein musste wie der Growth Sonar selbst. Da bis dahin noch keine derartigen Geräte für Fischfarmen gefertigt wurden, war es entscheidend, dass sie so früh wie möglich von echten Nutzern in einer authentischen Umgebung getestet werden müssen. Die Anwendung wurde in ausgewählten Fischfarmen als Pilotprojekt eingeführt, noch bevor alle Funktionen fertig entwickelt waren. So ließen sich gleichzeitig Geräte testen und Kundenfeedback einholen.

“Mit den vom Growth Sonar gesammelten Daten können wir unsere Fütterung weiterentwickeln und unsere Fütterungsempfehlungen noch genauer und ortsspezifischer gestalten.” – Tomi Kantola, Raisioaqua, Manager

Da ein Austausch der Geräte in der Regel teuer ist, sollten die Gerätefunktionen frühzeitig von echten Anwendern getestet werden, da sich so noch ohne große zusätzliche Kosten, Korrekturen vornehmen lassen.

Gründliche Gerätetests im eingespielten Team

Der zuverlässige Betrieb und die Korrektur von Fehlern waren entscheidend, da die IoT-Geräte die Fütterung steuern sollten. Und da das System in Zusammenarbeit dreier Partner entstanden war, mussten für die umfangreichen Tests alle drei reibungslos kooperieren. Gofore erstellte die Tests und übernahm die Organisation. ProtoRhino testete die Geräte, während Gofore Tests auf Systemebene zwischen der Schnittstelle des Growth Sonar und des IoT-Geräts durchführte. Die Ausrüstung wurde zudem unter unterschiedlichen Bedingungen getestet.

Die Tests liefen während des gesamten Projekts, doch zu Ende des Projekts im Sommer 2019 gab es noch eine besonders intensive dreiwöchige Testphase. Es wurden mehrere selten auftretende Fehler entdeckt, deren Behebung beim Kunden Vorrang haben sollte. Die Informationssicherheit des Systems überprüften Gofore-Sicherheitsexperten. Mit diesen Tests sollte gewährleistet werden, dass kein Dritter sich Kontrolle über das Gerät verschaffen können. Sowohl die Geräte als auch die Software des Growth Sonar wurden auf ihre Sicherheit hin überprüft.

"Dieses Projekt zeigt als lebendiges Beispiel, dass die Technologie gute Dienste leistet, wenn sie die Kundenbedürfnissen berücksichtigt. Es ist großartig zu sehen, wie der digitale Wandel dazu beigetragen hat, das Geschäft von Raisioaqua und seinen Kunden auszubauen. Ebenfalls toll zu erleben, dass wir neben den geschäftlichen Verbesserungen zu mehr Umweltfreundlichkeit beitragen und gleichzeitig die tägliche Arbeit der Fischzüchter erleichtern."

Mikko Nurmi

Management-Berater

Gofore

"Es war eine Herausforderung, die verschiedensten Praktiken mit den Wünschen der Fischzüchter in Einklang zu bringen. Eine umfassende Befragung und die umfassende Beteiligung der Nutzer waren erforderlich, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln. Manchmal heißt das auch, einige sehr individuelle Wünsche außen vor zu lassen. Denn nur so ist es möglich, Dienstleistungen zu entwickeln, die die Bedürfnisse möglichst vieler Nutzer erfüllen."

Roni Jaakkola

User Experience Designer

Gofore

"Es war großartige, die Entwicklung des Growth Sonar praktisch ab Anfang zu beobachten, zu sehen, wie sich die Anwendung zu ihrer jetzigen Form entwickelt hat, bei der auf die Bedürfnisse der Fischzüchter gehört wurde. Die Funktionen dieser Dienstleistung reduzieren die manuelle Arbeit, lassen mehr Raum für eine systematische Geschäftsentwicklung und verschaffen den Fischzüchtern ein besseres Verständnis der wechselnden Wachstumsbedingungen."

Arno Lehtonen

Softwareentwickler

Gofore

Highlights

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Technologie im Einsatz für die Fischzucht-Kunden

Die Entwicklung des Growth Sonar – ein Gerät, das sich aus der Ferne mit den automatischen Futteranlagen verbindet und die Fütterung steuert.
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Praktisches Design

Kostengünstige mobile Anwendung, die zusätzlich einfach im Unterhalt ist.
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Für die Praxis gemacht

Der Nutzerbedarf steht im Mittelpunkt – Tests mit echten Anwendern in authentischer Umgebung.





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Andrea Finke-Anlauff

Landwirtschaft / User Experience Design

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